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In diesem Blog veröffentliche ich lustige oder ernste Töne zu unterschiedlichen Themen, die mich bewegen.
Ich freue mich über jeden Kommentar.



Donnerstag, 30. Dezember 2010

Jahresrückblick Teil 1


Zum Jahreswechsel möchte ich einen kleinen, mehrteiligen Jahresrückblick starten. Zu Beginn ein Video von Volker Pispers:




Thilo Sarrazin und seine Thesen lassen sich in einem Satz beschreiben: 

 Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde. 

Sarrazins Thesen lassen sich nämlich durch gründliche wissenschaftliche Recherche eindeutig widerlegen. Dennoch glaubt rund die Hälfte der Deutschen, dass er im Grunde Recht habe. Das liegt daran, dass er gezielt Ängste und Vorurteile schürt und einzelne Bevölkerungsgruppen gezielt gegeneinander aufhetzt.

Zu dieser Stimmung passt das seltene Phänomen, dass sich Politiker aller Couleur, von links bis rechts einig sind, dass Bildung wichtig ist - sowohl für die Integration von Ausländern als auch für sogenannte bildungsferne Deutsche. Doch Geld für Bildung ist nicht vorhanden. Oder glaubt ernsthaft jemand, dass ein 10€ Gutschein für Nachhilfe, Sportvereine und Musikunterricht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein ist? Vielmehr zeigt dieser Betrag, dass unsere Regierung jegliches Gefühl für die Preise im eigenen Land verloren hat. Für Banker, Aktionäre und z.B. den Bau von Stuttgart 21 haben wir Milliarden übrig. Die Abwrackprämie war kein Problem, ein neuer Ranzen leider schon.  
Und die verzweifelten Eltern dürfen sich obendrein von unserer Bundesarbeitslosenministerin mit den Worten verhöhnen lassen, sie würde ja auch gern zum Mond fahren, wenn es ginge.

Glauben Sie uns, wir arbeiten daran, Ihnen diesen Wunsch zu erfüllen!

Was wäre eigentlich, wenn wir – angetrieben von Sarrazins Hetzparolen wieder unter uns sein wollten? Wir würden alle Ausländer ausweisen, alles Fremde ablehnen und sicherheitshalber eine große, dicke Mauer um uns ziehen, die uns vor den  Einflüssen der bösen Außenwelt schützen würde.
Intelligente Menschen haben aus diesen Fehlern der Vergangenheit gelernt - ganz ohne Gene

Kommen Sie gut ins neue Jahr, wir lesen uns.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Weihnachten ist KEIN Familienfest!




Es kommt nicht auf die Stimmung an! Sicher, die Weihnachtsdekoration, Tannenbaum, vielleicht das Zusammensein mit der Familie oder Freunden, Weihnachtslieder singen, Geschenke usw., das sind schöne Traditionen. Ich mag das sehr. Doch es sind nur Verzierungen. Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Geburtstag Jesu Christi, durch den es endlich wieder Hoffnung gibt. Jesus Christus kommt als Kind, dass alles verändert – und zwar ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Drohgebärden oder fromme Anweisungen. Nur aus Liebe! Mit ihm ist eine neue Zeit angebrochen, die Zeit NACH Christi Geburt. Gnadenzeit.

Weihnachten ist kein Familienfest, es ist ein Fest für ALLE. Egal, ob man in einer festlich geschmückten Wohnstube feiert, zusammen mit seiner Familie oder Freunden, egal ob die Geschenke gut ankommen oder ob man sich vielleicht ausgerechnet am „Heiligen Abend“  so richtig zofft. Vielleicht, weil man sich selbst mit der ganzen Festtagsvorbereitung und dem Wunsch nach Perfektion völlig überfordert hat.

Die Weihnachtsbotschaft, die Gott uns durch seinen Engel mitteilt lautet:
FÜRCHTET EUCH NICHT! Siehe, ich verkündige euch große FREUDE, die ALLEM VOLK widerfahren wird; denn euch ist heute der HEILAND geboren, welcher ist Christus, der Herr.
Uns ist der Heiland geboren – ohne dass wir etwas dafür tun mussten.  Ja, das gilt auch, wenn das Essen angebrannt ist oder die Kerzen noch im Supermarkt stehen.

Und der HEILAND ist - das sagt schon das Wort – gekommen, um zu heilen. Deshalb wird es Weihnachten auch für diejenigen, die an diesen Tagen total traurig sind, z.B. weil sie um einen kranken Menschen bangen, weil sie Opfer eines schlimmen Verbrechens wurden oder für Menschen, die ausgerechnet an diesen Tagen einen geliebten Menschen verloren haben.

Weihnachten wird es auch für Menschen,  die ihren Arbeitsplatz verloren haben, die am Existenzminimum leben oder gar darunter. Die kein Geld haben, um Geschenke für ihre Lieben zu kaufen, auch wenn sie es vielleicht – wenigstens einmal im Jahr – so gerne tun würden.

Weihnachten wird es z.B. auch im Waisenheim St. Mary im Sektor 5 in Bukarest. Dort leben 24 behinderte Kinder. Sie wurden z.B. von ihren Eltern "abgegeben", weil die frühere kommunistische Regierung den Menschen eingetrichtert hat, dass behinderte Kinder wertlos sind. Traurig, aber wahr. Und diese Kinder erfahren nun, was Liebe ist. Es gibt am Heiligen Abend besonders gutes Essen und es gibt eine Weihnachtsfeier. Ich kann mir vorstellen, dass  trotz dieser Armut vielleicht sogar größere Weihnachtsfreude bei diesen Kindern herrscht als unter so manchen von uns, die wir doch reich sind.

Bei uns brennen und blinken so viele Lichter, dass die Nacht taghell ist. Doch es sind künstliche Lichter. Sie vermögen es nicht, echtes Licht in unsere Dunkelheit zu bringen. Sie trennen nur die, die im Rampenlicht stehen von denen, die im Dunkeln sind. Jesus ist anders. Jesus bringt das Licht ins Dunkel, er bringt es direkt zu denen, die es dringend brauchen. Er ist wie eine Kerze, er verzehrt sich, um Licht und Wärme zu spenden. Er trägt dieses tröstende, wärmende Licht der Hoffnung in die Dunkelheit.

Er lässt sich auch von greller Leuchtreklame nicht täuschen. Selbst da, wo der ganze Vorgarten hell erleuchtet ist, sieht er die dunklen Stellen und er möchte so gerne sein wärmendes, liebendes und vor allem sein heilendes Licht in unser Dunkel bringen. 

Weihnachten ist ein Neuanfang. Gott verändert sich und er möchte auch uns verändern. Er kommt in Person von Jesus in unsere Dunkelheit und macht sie hell. Er beginnt in völliger Armut, als obdachloses, hilfloses Baby in einer Futterkrippe, seine Eltern müssen mit ihm nach Ägypten fliehen. Ausgerechnet Ägypten! Das kommt in der Bibel nicht gerade gut weg, das steht für Vertreibung, Unterdrückung und Verdammung. Der Weg Jesu ist von Anfang an kein leichter Weg, doch er führt letztlich zu Gott, zur größten Herrlichkeit. Ich finde das sehr tröstend: Es gibt Leid auf dieser Welt, doch wir müssen nicht alleine dadurch. Jesus möchte uns begleiten, er möchte uns Licht spenden wenn es auf unserem Weg dunkel wird und er möchte uns leuchten, damit wir nicht vom Weg abkommen. Und wenn uns die Kraft ausgeht, dann trägt er uns.

Der Engel hat seine Worte „Fürchtet euch nicht, denn siehe ich verkündige euch große Freude“ nicht so daher gesagt, sondern er hat sie begründet: „Denn euch ist heut der Heiland geboren, welcher ist Christus, euer Herr.“

Das ist in der Tat eine gute Nachricht. Und zwar erst recht für die, denen es nicht gut geht, die Kummer haben, die traurig sind oder arm. Gesunde brauchen keinen Arzt, hat dieser Heiland später einmal treffend gesagt. 
Doch da, wo etwas nicht in Ordnung ist, wo etwas zerbrochen ist, wo mir etwas weh tut, aus welchem Grund auch immer, da beugt er sich zu mir herab und möchte mich heilen. Deshalb ist er der Heiland.

Fröhliche Weihnachten, ob alleine oder im Kreis der Familie


Zum Schluss ein wunderbar lustiges Loriot Video, in dem am Weihnachtstag auch nicht alles ganz perfekt läuft:




Montag, 20. Dezember 2010

Die Geschichte vom Lametta

Heute mal ein herrlich komisches Gedicht von Markus Simon:



Weihnachten naht, das Fest der Feste- 
Das Fest der Kinder - Fest der Gäste- 
Da geht es vorher hektisch zu..... 
Von Früh bis Abend - keine Ruh - 
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen - 
Hat man auch niemanden vergessen...?


So ging es mir - keine Ahnung habend - 
Vor ein paar Jahren - Heiligabend - 
der zu dem noch ein Sonntag war. 
Ich saß grad bei der Kinderschar, 
da sprach mein Weib: "Tu dich nicht drücken,
Du hast heut noch den Baum zu schmücken!"


Da Einspruch meistens mir nichts nützt, 
hab kurz darauf ich schon geschwitzt: 
Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt -
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne, 
Krippenfiguren mit Laterne, 
Zum Schluss - ja Himmelwetter......! 
Nirgends fand ich das Lametta!


Es wurde meiner Frau ganz heiß 
und stotternd sprach sie: "Ja, ich weiß, 
im letzten Jahr war's arg verschlissen - 
Drum habe ich es weggeschmissen. 
Und - in dem Trubel dieser Tage, 
bei Arbeit, Müh und Plage - 
Vergaß ich, Neues zu besorgen! 
Ich werde was vom Nachbarn borgen!


Die Nachbarn - links, rechts, drunter, drüber - 
die hatten kein Lametta über! 
Da schauten wir uns an verdrossen; 
Die Läden sind ja auch geschlossen....

"Hört zu! Wir werden heuer haben 
einen Baum -- altdeutscher Stil, 
Weil mir Lametta nicht gefiel..." 
Da gab es Heuler, Schlurzen, Tränen... 
und ich gab nach den Schmerzfontänen: 
"Hört endlich auf mit dem Gezeter - 
ihr kriegt nen Baum - mit viel Lametta!"


Zwar konnt' ich da noch nicht begreifen, 
woher ich nehm' die Silberstreifen, 
Doch grade, als ich sucht - mein Messer - 
da las ich: "Hengstenberg MILDESSA".. 
Es war die Sauerkrautkonserve! 
Ich kombinier mit Messers Schärfe: 
Hier liegt die Lösung eingebettet, 
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!!!


Schnell wurd' der Deckel aufgedreht, 
das Kraut gepresst, so gut es geht - 
zum Trocknen - einzeln - aufgehängt- 
und dann geföhnt, - doch nicht versengt! 
Die trocknen Streifen, sehr geblichen 
mit Silberbronze angestrichen - 
Auf beiden Seiten, Silberkleid - 
Oh freue Dich, Du Christenheit!


Der Christbaum war einmalig schön, 
Wie selten man ihn hat gesehen! 
Zwar roch's süßsauer zur Bescherung, 
geruchlich gabs ne Überquerung, 
weil mit Benzin ich wusch die Hände, 
mit Nitro reinigt die Wände, 
dazu noch Räucherkerzen und Myrthe - 
Der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und Jemand sprach still und verwundert: 
"Hier riechts nach technischem Jahrhundert!"


Ne Woche drauf... Ich saß gemütlich
im Sessel, las die Zeitung friedlich, 
den Bauch voll Feiertage-Reste, 
es war wieder Sonntag - und Sylvester.

Es sprach mein Weib: "Du weißt Bescheid?! 
Es kommen heut zur Abendzeit 
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier 
zu unserer Sylvesterfeier..."

Wir werden leben wie die Fürsten - 
es gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!" 
Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut: 
"Am Christbaum hängt mein Sauerkraut!!! 
Vergessen, Neues zu besorgen - 
Ich werde was vom Nachbarn borgen!"
Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber -
die hatten - leider - keines über.
Da schauten wir uns an verdrossen: 
Die Läden sind ja auch geschlossen!


Und so ward wieder ICH der Retter 
nahm ab vom Baume das Lametta! 
Mit Terpentinöl und Bedacht
hab ich das Silber abgemacht. 
Das Kraut dann gründlich durchgewässert, 
mit reichlich Essig noch verbessert, 
dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz 
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz.
Dann, als das Ganze sich erhitzte - 
das Kraut das funkelte und blitzte - 
da konnt ich nur nach oben flehen: 
Lass diesen Kelch vorübergehen!


Als später dann das Kraut serviert 
ist auch noch folgendes passiert: 
Als eine Dame musste niesen 
sah man aus ihrem Näschen sprießen 
tausend kleine Silbersterne...
"Machs noch einmals, ich seh's so gerne" :-)

So rief man ringsum, hocherfreut -
die Dame wusste nicht Bescheid!

Franziska Lehmann sprach zum Franz: 
"Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!" 
Und einer, der da musste mal 
der rief: "Ich hab nen Silberstrahl!" 
So gabs nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode!


Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
"Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netter
hättest du am Weihnachtsbaum Lametta!!!" 
Ich konnte da gequält nur lächeln 
und mir noch frische Luft zufächeln. 
Ich sprach - und klopfte ihm aufs Jäckchen: 
"Im nächsten Jahr, da kauf ich 100 Päckchen!!"

Sonntag, 19. Dezember 2010

Mary. did you know...

Ich habe heute ein wunderschönes Musikvideo gefunden.
Ich finde, es passt hervorragend zum 4. Advent:





Samstag, 18. Dezember 2010

Kinder haben etwas Besseres verdient als den Weihnachtsmann!




Halt dich an mir fest wenn dein Leben dich zerreißt  – das ist auch die Botschaft von  Jesus Christus.  

Doch ich habe das Gefühl, dass unsere Weihnachtszeit immer weniger mit ihm zu tun hat. X-mas (oder besser noch XXL-Mas) statt Christmas.

In der Weihnachtsgeschichte ist von Menschen die Rede, die allen Grund hatten, NICHT in Weihnachtsstimmung zu sein oder besser gesagt: nicht in X-Mas Stimmung!

Maria und Josef zum Beispiel. Maria war hochschwanger, trotzdem zwang die Regierung sie zu einer langen Reise. Ohne Auto oder Eisenbahn. Linienbusse waren auch noch nicht erfunden.
Dazu steckten Maria und Josef in einer tiefen Beziehungskrise. Maria war schwanger – aber nicht von Josef. Wie der sich fühlte, können sich vielleicht Menschen vorstellen, die sich auch schon betrogen vorkamen, vielleicht ausgerechnet zur Weihnachtszeit.

Von der Unterkunft, in der die Geburt stattfand ganz zu schweigen.

Später (Josef wusste mittlerweile, dass Maria ihn NICHT betrogen hatte) mussten sie auch noch nach Ägypten fliehen, weil Herodes ihr Kind umbringen wollte. Fröhliche Weihnachten im Kreis der Familie stellt man sich anders vor!

Aber genau DAS war Weihnachten. Und Jesus, der Heiland mittendrin. Für sie – die Menschen -  ist er auf diese Erde gekommen, ihnen gilt das „Fürchte dich nicht“ oder das „Halt dich an mir fest“ aus dem Revolverheld – Song.   

Oder die Hirten auf dem Feld. Sie hatten eine harte, schlecht bezahlte Arbeit, waren bei ihrer Nachtschicht Wind und Wetter ausgesetzt und wenn Wildtiere die Herde angriffen konnte es sogar Lebensgefährlich werden.

Weihnachten war für sie noch kein gesetzlicher Feiertag, sie dachten auch nicht an einen Festtagsbraten oder auch nur an ein paar Kekse. Doch auch für sie wurde es Weihnachten, sie waren sogar die Ersten, die davon erfuhren.

Sollte ich einmal Vater werden, dann werde ich meinen Kindern die Lüge vom Weihnachtsmann ersparen. Stattdessen werde ich ihnen vom Heiland erzählen. 

Manche sagen ja, sie wollten mit diesem Märchen vom Weihnachtsmann den Kindern eine Freude machen. Doch der Weihnachtsmann ist ein Kinderschreck! Sie werden unsicher, verstecken sich oder fangen gar an zu weinen, wenn er auftaucht. Mich wundert das nicht. Da kommt ein Typ an, ruft selbstherrlich sein Ho Ho Ho in die Runde, wedelt drohend mit der Rute und fragt erstmal, ob alle auch schön lieb waren. Unnahbarer geht’s kaum.  Wie kommt man nur auf die Idee, dass Kindern so etwas gefallen könnte? Dagegen ist ja eine Polizeikontrolle das reinste Vergnügen.
Ach ja, die Geschenke. Ok, die hab ich bei einer Polizeikontrolle noch nicht bekommen aber die gibt’s ja eigentlich nur, wenn man artig genug war.

Mit der Weihnachtsbotschaft hat das absolut nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Jesus kommt als kleines Kind auf diese Welt und nicht als großer Zampano.

Er kommt als Heiland. Er sorgt und kümmert sich. Das bedeutet zunächst einmal, dass er zuhört, was mich bedrückt und damit wird er ganz persönlich. Er ist gekommen, um eine Beziehung zu mir aufzubauen. Er will mein Licht sein, das mir beim Einschlafen hilft – sogar dann, wenn ich in meinen sorgenvollen Nächten abgewandt von ihm schlafe. Von einem Weihnachtsmann habe ich so etwas noch nicht gehört.  

Dienstag, 14. Dezember 2010

Ich kann mich nicht satt sehen...

…an diesem Bild von der Krippe. Ich kann mich nicht satt sehen an dieser Rose, der Königin aller Blumen, die wie aus einem Baumstumpf, den man schon für tot gehalten hat, aufwächst.

Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Liebe und der Freude, sondern es ist auch ein Fest der Hoffnung.
Die Weihnachtsgeschichte und das Lied „Es ist ein Ros‘ entsprungen, zeigen uns, dass auch aus Dingen, die uns schon verloren erscheinen, prachtvolles, wunderschönes entstehen kann.
So ist auch der zweite Teil der ersten Strophe zu verstehen:
     Es ist ein Ros‘ entsprungen,
    aus einer Wurzel zart.
    Wie uns die Alten sungen,
    von Jesse kam die Art.
    Und hat ein Blümlein bracht
    Mitten im kalten Winter
    wohl zu der halben Nacht

Am 21. Dezember ist Wintersonnenwende, ein wichtiger Zeitpunkt damals, als es noch kein elektrisches Licht gab und man noch viel abhängiger von dem natürlichen Licht war: Langsam siegte das Licht wieder, die Tage wurden länger, das Dunkel, die Nächte kürzer, es ging wieder aufwärts, man konnte wieder mit guten Erwartungen, mit neuer Hoffnung in die Zukunft schauen.

Ich liebe Krippen, ich kann gar nicht genug davon bekommen, meine Krippe hier bei mir oder anderswo anzuschauen. Meine hier kenne ich von klein auf, sie stand früher im Wohnzimmer meiner Eltern und ich konnte es gar nicht verstehen, als meine Mutter sie ausrangiert und durch eine neue, bunte Krippe ersetzt hat. Für mich ist diese alte, braune Krippe die weihnachtlichste Krippe, die ich mir vorstellen kann. Nein, schön ist sie eigentlich nicht, sie sieht sogar eher ärmlich aus. Und die Figuren sind auch nicht angemalt. Aber sie ist für mich total weihnachtlich. Sie passt in meinen Augen viel besser zu Weihnachten als eine bunte Krippe.

Die Geburt Jesu war eine Geburt unter erbärmlichsten Umständen. Maria musste Jesus in eine stinkende, Futterkrippe legen! Es gab keinen elektrischen Strom, es war dunkel, kalt und es hat gestunken, wie Mist eben stinkt. (Ok, in diesem Punkt ist meine Krippe nicht besonders authentisch, aber das iust mir dann doch ganz recht so J) 
So tief herab ist Gott gesunken, so weit ist er gegangen, aus Liebe zu uns Menschen, aus Liebe zu mir, aber auch zu meinen Mitmenschen. Sogar zu denen, die ich gar nicht ausstehen kann.
Das ist der Grund, warum ich mich an diesem Bild von der Krippe nicht satt sehen kann.
Es ist für mich ein Bild der Geborgenheit, ein Bild, dass mir wie kaum etwas anderes seine Liebe aufzeigt, in dem ich Freude und Hoffnung finde.
Die Adventszeit ist gewissermaßen auch unser Weg hin zur Krippe. Wir haben schon das Ziel im Visier, ja ich kann Heiligabend kaum noch erwarten. Ok, das mit der Geduld war noch nie meine Stärke J

    Ich sehe dich mit Freuden an                           
    und kann mich nicht satt sehen  
    und weil ich nun nichts weiter kann,              
    bleib ich anbetend stehen.       

In dem Lied „Ich steh an deiner Krippe hier“ – eines meiner Lieblingsweihnachtslieder, macht Paul Gerhardt wunderschön deutlich, dass es an Weihnachten um meine Beziehung zu diesem Kind in der Krippe geht




Samstag, 11. Dezember 2010

Allzu menschlich

Mein erstes Gedicht:


Leistung muss sich wieder lohnen
Das gilt auch für’s Weihnachtsfest!
Jetzt ist wieder Zeit zu drohen:
Fall nicht durch, beim Bravheitstest!

Warst du morgens immer pünktlich?
Fallen deine Schwächen nicht ins Gewicht?
Warst bei der Arbeit immer gründlich?
Oh Christenkind, dann freue dich!

Doch für die Bösen, Faulen, Schlechten,
sieht die Bescherung nicht gut aus.
Und auch für alle Ungerechten
holen wir die Rute raus!

Allzu menschlich – diese Sicht.
So funktioniert halt unser Leben.
Doch Jesus Christus ist das Licht,
und will bedingungslose Liebe geben!

Er ist nicht wie diese turbulente Zeit,
Er ist wie warmer Kerzenschein,
statt greller Oberflächlichkeit
zieht Licht und Hoffnung mit ihm ein.

 
So wie das Wachs der Kerze
Sich selbst opfernd ihre Flamme nährt
So schenkt sich Jesus jedem Herzen,
das auf seine Stimme hört.