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Donnerstag, 23. Dezember 2010

Weihnachten ist KEIN Familienfest!




Es kommt nicht auf die Stimmung an! Sicher, die Weihnachtsdekoration, Tannenbaum, vielleicht das Zusammensein mit der Familie oder Freunden, Weihnachtslieder singen, Geschenke usw., das sind schöne Traditionen. Ich mag das sehr. Doch es sind nur Verzierungen. Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Geburtstag Jesu Christi, durch den es endlich wieder Hoffnung gibt. Jesus Christus kommt als Kind, dass alles verändert – und zwar ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Drohgebärden oder fromme Anweisungen. Nur aus Liebe! Mit ihm ist eine neue Zeit angebrochen, die Zeit NACH Christi Geburt. Gnadenzeit.

Weihnachten ist kein Familienfest, es ist ein Fest für ALLE. Egal, ob man in einer festlich geschmückten Wohnstube feiert, zusammen mit seiner Familie oder Freunden, egal ob die Geschenke gut ankommen oder ob man sich vielleicht ausgerechnet am „Heiligen Abend“  so richtig zofft. Vielleicht, weil man sich selbst mit der ganzen Festtagsvorbereitung und dem Wunsch nach Perfektion völlig überfordert hat.

Die Weihnachtsbotschaft, die Gott uns durch seinen Engel mitteilt lautet:
FÜRCHTET EUCH NICHT! Siehe, ich verkündige euch große FREUDE, die ALLEM VOLK widerfahren wird; denn euch ist heute der HEILAND geboren, welcher ist Christus, der Herr.
Uns ist der Heiland geboren – ohne dass wir etwas dafür tun mussten.  Ja, das gilt auch, wenn das Essen angebrannt ist oder die Kerzen noch im Supermarkt stehen.

Und der HEILAND ist - das sagt schon das Wort – gekommen, um zu heilen. Deshalb wird es Weihnachten auch für diejenigen, die an diesen Tagen total traurig sind, z.B. weil sie um einen kranken Menschen bangen, weil sie Opfer eines schlimmen Verbrechens wurden oder für Menschen, die ausgerechnet an diesen Tagen einen geliebten Menschen verloren haben.

Weihnachten wird es auch für Menschen,  die ihren Arbeitsplatz verloren haben, die am Existenzminimum leben oder gar darunter. Die kein Geld haben, um Geschenke für ihre Lieben zu kaufen, auch wenn sie es vielleicht – wenigstens einmal im Jahr – so gerne tun würden.

Weihnachten wird es z.B. auch im Waisenheim St. Mary im Sektor 5 in Bukarest. Dort leben 24 behinderte Kinder. Sie wurden z.B. von ihren Eltern "abgegeben", weil die frühere kommunistische Regierung den Menschen eingetrichtert hat, dass behinderte Kinder wertlos sind. Traurig, aber wahr. Und diese Kinder erfahren nun, was Liebe ist. Es gibt am Heiligen Abend besonders gutes Essen und es gibt eine Weihnachtsfeier. Ich kann mir vorstellen, dass  trotz dieser Armut vielleicht sogar größere Weihnachtsfreude bei diesen Kindern herrscht als unter so manchen von uns, die wir doch reich sind.

Bei uns brennen und blinken so viele Lichter, dass die Nacht taghell ist. Doch es sind künstliche Lichter. Sie vermögen es nicht, echtes Licht in unsere Dunkelheit zu bringen. Sie trennen nur die, die im Rampenlicht stehen von denen, die im Dunkeln sind. Jesus ist anders. Jesus bringt das Licht ins Dunkel, er bringt es direkt zu denen, die es dringend brauchen. Er ist wie eine Kerze, er verzehrt sich, um Licht und Wärme zu spenden. Er trägt dieses tröstende, wärmende Licht der Hoffnung in die Dunkelheit.

Er lässt sich auch von greller Leuchtreklame nicht täuschen. Selbst da, wo der ganze Vorgarten hell erleuchtet ist, sieht er die dunklen Stellen und er möchte so gerne sein wärmendes, liebendes und vor allem sein heilendes Licht in unser Dunkel bringen. 

Weihnachten ist ein Neuanfang. Gott verändert sich und er möchte auch uns verändern. Er kommt in Person von Jesus in unsere Dunkelheit und macht sie hell. Er beginnt in völliger Armut, als obdachloses, hilfloses Baby in einer Futterkrippe, seine Eltern müssen mit ihm nach Ägypten fliehen. Ausgerechnet Ägypten! Das kommt in der Bibel nicht gerade gut weg, das steht für Vertreibung, Unterdrückung und Verdammung. Der Weg Jesu ist von Anfang an kein leichter Weg, doch er führt letztlich zu Gott, zur größten Herrlichkeit. Ich finde das sehr tröstend: Es gibt Leid auf dieser Welt, doch wir müssen nicht alleine dadurch. Jesus möchte uns begleiten, er möchte uns Licht spenden wenn es auf unserem Weg dunkel wird und er möchte uns leuchten, damit wir nicht vom Weg abkommen. Und wenn uns die Kraft ausgeht, dann trägt er uns.

Der Engel hat seine Worte „Fürchtet euch nicht, denn siehe ich verkündige euch große Freude“ nicht so daher gesagt, sondern er hat sie begründet: „Denn euch ist heut der Heiland geboren, welcher ist Christus, euer Herr.“

Das ist in der Tat eine gute Nachricht. Und zwar erst recht für die, denen es nicht gut geht, die Kummer haben, die traurig sind oder arm. Gesunde brauchen keinen Arzt, hat dieser Heiland später einmal treffend gesagt. 
Doch da, wo etwas nicht in Ordnung ist, wo etwas zerbrochen ist, wo mir etwas weh tut, aus welchem Grund auch immer, da beugt er sich zu mir herab und möchte mich heilen. Deshalb ist er der Heiland.

Fröhliche Weihnachten, ob alleine oder im Kreis der Familie


Zum Schluss ein wunderbar lustiges Loriot Video, in dem am Weihnachtstag auch nicht alles ganz perfekt läuft:




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