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Samstag, 18. Dezember 2010

Kinder haben etwas Besseres verdient als den Weihnachtsmann!




Halt dich an mir fest wenn dein Leben dich zerreißt  – das ist auch die Botschaft von  Jesus Christus.  

Doch ich habe das Gefühl, dass unsere Weihnachtszeit immer weniger mit ihm zu tun hat. X-mas (oder besser noch XXL-Mas) statt Christmas.

In der Weihnachtsgeschichte ist von Menschen die Rede, die allen Grund hatten, NICHT in Weihnachtsstimmung zu sein oder besser gesagt: nicht in X-Mas Stimmung!

Maria und Josef zum Beispiel. Maria war hochschwanger, trotzdem zwang die Regierung sie zu einer langen Reise. Ohne Auto oder Eisenbahn. Linienbusse waren auch noch nicht erfunden.
Dazu steckten Maria und Josef in einer tiefen Beziehungskrise. Maria war schwanger – aber nicht von Josef. Wie der sich fühlte, können sich vielleicht Menschen vorstellen, die sich auch schon betrogen vorkamen, vielleicht ausgerechnet zur Weihnachtszeit.

Von der Unterkunft, in der die Geburt stattfand ganz zu schweigen.

Später (Josef wusste mittlerweile, dass Maria ihn NICHT betrogen hatte) mussten sie auch noch nach Ägypten fliehen, weil Herodes ihr Kind umbringen wollte. Fröhliche Weihnachten im Kreis der Familie stellt man sich anders vor!

Aber genau DAS war Weihnachten. Und Jesus, der Heiland mittendrin. Für sie – die Menschen -  ist er auf diese Erde gekommen, ihnen gilt das „Fürchte dich nicht“ oder das „Halt dich an mir fest“ aus dem Revolverheld – Song.   

Oder die Hirten auf dem Feld. Sie hatten eine harte, schlecht bezahlte Arbeit, waren bei ihrer Nachtschicht Wind und Wetter ausgesetzt und wenn Wildtiere die Herde angriffen konnte es sogar Lebensgefährlich werden.

Weihnachten war für sie noch kein gesetzlicher Feiertag, sie dachten auch nicht an einen Festtagsbraten oder auch nur an ein paar Kekse. Doch auch für sie wurde es Weihnachten, sie waren sogar die Ersten, die davon erfuhren.

Sollte ich einmal Vater werden, dann werde ich meinen Kindern die Lüge vom Weihnachtsmann ersparen. Stattdessen werde ich ihnen vom Heiland erzählen. 

Manche sagen ja, sie wollten mit diesem Märchen vom Weihnachtsmann den Kindern eine Freude machen. Doch der Weihnachtsmann ist ein Kinderschreck! Sie werden unsicher, verstecken sich oder fangen gar an zu weinen, wenn er auftaucht. Mich wundert das nicht. Da kommt ein Typ an, ruft selbstherrlich sein Ho Ho Ho in die Runde, wedelt drohend mit der Rute und fragt erstmal, ob alle auch schön lieb waren. Unnahbarer geht’s kaum.  Wie kommt man nur auf die Idee, dass Kindern so etwas gefallen könnte? Dagegen ist ja eine Polizeikontrolle das reinste Vergnügen.
Ach ja, die Geschenke. Ok, die hab ich bei einer Polizeikontrolle noch nicht bekommen aber die gibt’s ja eigentlich nur, wenn man artig genug war.

Mit der Weihnachtsbotschaft hat das absolut nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Jesus kommt als kleines Kind auf diese Welt und nicht als großer Zampano.

Er kommt als Heiland. Er sorgt und kümmert sich. Das bedeutet zunächst einmal, dass er zuhört, was mich bedrückt und damit wird er ganz persönlich. Er ist gekommen, um eine Beziehung zu mir aufzubauen. Er will mein Licht sein, das mir beim Einschlafen hilft – sogar dann, wenn ich in meinen sorgenvollen Nächten abgewandt von ihm schlafe. Von einem Weihnachtsmann habe ich so etwas noch nicht gehört.  

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